
Sophie Ballmer und Tarik Hayward sind ein Künstlerpaar. Sie leben im Vallée de Joux. Zusammen entwickeln sie eine hybride künstlerische Tätigkeit, die sich mit sozialen, territorialen und ökologischen Fragen beschäftigt. Diese Praxis der Kunst ist in ihrem Alltag sowie ihrem Zuhause, das sich ständig in Entwicklung befindet, stark verankert. Mit Liebe und Humor setzen sie sich mit den Spannungen des Zusammenlebens, der Familie als Einheit und der Beziehung zur Umwelt auseinander. Im Jahr 2024 wurde ihre Arbeit mit einem Swiss Art Award ausgezeichnet.
Ihre Skulptur besteht aus Offset Platten aus lokalen Druckereien, technischen Oberflächen, die zur Vervielfältigung wirtschaftlicher, politischer und intimer Reden bestimmt sind. Durch eine selbstgemachte Maschine werden sie zu Stahlblechen verformt und ähneln denen, die die einfachen zweckmäßigen Gebäude der Volksarchitektur bedecken. Auf den ersten Blick ist die Mauer eine stabile und rationale Struktur. Wenn man sich jedoch annähert, merkt man ihre trübe Oberfläche, aus der eine latente Instabilität entsteht. Diese widerspiegelt die Gesellschaftsschichten: wirtschaftlich sowie symbolisch. Surfaces communes wird somit zur Metapher eines ganzen Gebiets: eine Überlagerung von Geschichten, Gebräuchen, Kräften und Zwängen, deren scheinbare Schlüssigkeit eine tiefe Komplexität verbirgt. Das Kunstwerk hinterfragt die Art und Weise, auf der wir wohnen, uns selbst sowie unsere Umwelt verwandeln und unsere Werte vermitteln.