In seiner dritten Ausgabe bringt Môtiers Schweizer Künstler zusammen, von denen viele im Ausland leben – in Paris, Berlin, New York oder Rom. Die Ausstellung positioniert sich als ein relevanter künstlerischer Knotenpunkt, der Begegnungen und den Austausch zwischen Künstlern mit unterschiedlichen Hintergründen fördert.
Auch wenn die Ausstellung nicht als Kritik am Kunstsystem gedacht ist, hinterfragen einige Künstler die Grenzen der Kunst im Freien: In der Natur auszustellen bedeutet nicht immer, mit der Natur auszustellen. Zerbrechlichkeit der Landschaft, ökologische Herausforderungen, Integration in den Ort: All diese Themen tauchen auf.
Diese Ausgabe zeichnet sich durch ihre Vielfalt aus: Mehr als 60 Künstler, Kunststudenten, Freiwillige und die Bewohner der Region, alle vereint, um Môtiers 95 zu einer kollektiven Erfahrung zu machen. Die Ausstellung entfaltet sich in einem freien und barrierefreien Rahmen und bietet den Besuchern einen einzigartigen Rundgang durch die unberührte Natur und ein geschichtsträchtiges Dorf, einen Spaziergang, der neugierig macht und gleichzeitig Spass macht.

Für die dritte Ausgabe wurde das Plakat von Ben gestaltet, einem international bekannten Künstler, der bei uns vor allem für seine Inschrift La Suisse n’existe pas bekannt ist, die er auf der Weltausstellung in Sevilla enthüllt hat.
Er schlug uns mehrere Versionen vor, in denen jeweils eine kindliche Figur mit Slogans und Informationen zu sehen ist.
Die ausgewählte Version besticht vor allem durch den Schriftzug «Môtiers ne fait rien à moitié» und die kleinen roten Kästchen.
In diesem Jahr erschien das Plakat nicht auf dem ersten, sondern auf dem vierten Umschlag des Katalogs.
Da die Kopfauflage dieses Buches Bens Siebdruck Tout est sculpture enthält, der in 99 signierten und nummerierten Exemplaren hergestellt wurde, erscheint dieser auf dem Titelbild. Sie ist umgeben von den Porträts der 61 Künstler, die in jenem Jahr in Môtiers ausstellten.



