Bei der zweiten Ausgabe der Ausstellungen wird die Jury von Môtiers 89 von Pierre Keller, Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission, präsidiert. Dank seiner Expertise in zeitgenössischer Kunst und seines breiten Netzwerks entsteht eine neue Vision von Freiluftausstellungen. Ein Teil der Werke wird nun vor Ort geschaffen, mit renommierten Schweizer.
Dank Pierre Keller werden Figuren wie Jean Tinguely, Daniel Spoerri, John Armleder, Olivier Mosset, Sylvie Fleury und Niki de Saint Phalle eingeladen. Die Unterscheidungen zwischen Bildhauern, Malern, Architekten und Landschaftsgestaltern werden weniger deutlich.
„Môtiers 89“ spiegelt diese Entwicklung wider. Jeder Künstler schafft ein Werk, das mit einem bestimmten Ort auf der Strecke in Verbindung steht und die Natur integriert oder sich ihr widersetzt, je nach seinem Stil und seiner Vision. Die Künstler, die Môtiers erkundeten, waren beeindruckt von der Schönheit der Landschaft, dem Gewicht der Geschichte und dem Enthusiasmus der Einwohner, die schon bei der Ausgabe von 1985 aktiv mitgewirkt hatten.
Jean Tinguely, der für seine kühne Kunst berühmt ist, schuf ein besonderes Werk für den Saal der Mascarons, ging aber darüber hinaus, indem er auch ein wunderschönes Plakat für die 1989er Ausgabe von Môtiers gestalten hat. Dieses Plakat, das ein integraler Bestandteil der Ausstellung ist, wird als eines der besten Schweizer Plakate ausgezeichnet.
Darüber hinaus holt Jean Tinguely bei der Vernissage in grosszügiger Stimmung einen Stapel Siebdrucke aus seinem Auto und signiert sie für die Teilnehmer, wodurch das Plakat zu einem lebendigen und einzigartigen Andenken an die Veranstaltung wird.